
Über 100 Mitwirkende beim Winterkonzert!
Der Stammheimer Gesangverein Cantiamo sowie regionale Chöre und Musikgruppen begeisterten das Publikum in der voll besetzten Pfarrkirche St. Bartholomäus.
Eine große musikalische Vielfalt boten sieben Gesangs- und Musikgruppen bei der 11. Auflage des Winterkonzerts in der bis auf den letzten Platz gefüllten Kirche.
Für anspruchsvolle Orgelklänge sorgte wieder Dominik Moller, ein Stammheimer Gewächs, der mit seinem außerordentlichen Talent begeisterte. Die Pfarrkirche entpuppte sich dabei wieder als hervorragender Klangkörper.
„Gemeinsam dürfen wir heute die Kraft der Musik spüren und die Freude am gemeinsamen Singen erleben“ , so Karin Hahner bei Ihrer Eröffnungsrede. Dabei stellte sie auch, nicht ohne Stolz, den für dieses Winterkonzert gegründeten Projektchor vor. Genau richtig für Leute, die gerne singen möchten, aber zu wenig Zeit haben. Zwei Monate lang wurden, intensiv und mit großer Begeisterung, vier Lieder eingeübt.
So startete auch gleich der Stammheimer Gastgeberchor „Cantiamo“ mit „Dir gehört mein Herz“, einem Song aus dem Disney-Film Tarzan. Mit „Hold my hand“, das Lady Gaga für den Soundtrack des Films „Top Gun – Maverick“ schrieb, und der inspirierenden Pop-Ballade „You raise me up“, sorgte der Chor eindrucksvoll für Gänsehautgefühl. Als Höhepunkt folgte dann „Lass jetzt los“ aus Disney´s „Die Eiskönigin – Völlig Unverfroren“. Die Zuschauer ließen los und fühlten den Zauber rund um Elsa und bedachten den musikalischen Block mit riesigem Applaus.
Das Gesangs-Ensemble „horchemal“ , bestehend aus acht Damen und ihrem Chorleiter Michael Pfrang, waren aus Eibelstadt angereist. Mit ihnen ging es quer durch die Rock- und Popgeschichte der 60er bis 90er Jahre. Mit der berührenden Ballade „Gabriellas Song“ sorgten sie wiederum für Gänsehautgefühl, ebenso mit „Shallow“, einem Song aus dem Film „A star is born“.
Auch der HeartChor aus Astheim weiß, dass singen gut tut, am besten in einer Chorgemeinschaft! So kamen auch weit über 30 Sängerinnen und Sänger und überzeugten mit viel Herz und Leidenschaft . Rhytmisch und schnell ging es beim „Drunken sailer“ zur Sache. Mit „Junimond“ war es noch nicht vorbei, den sie hatten noch die weltbekannte Hymne „Conquest of paradise“ mitgebracht, die dramatisch und überwältigend daher kam. Mit „Wunder geschehn“ verabschiedeten sie sich unter großem Applaus .

Wie aus dem Reich der Zauberei...! Als die Panflötengruppe „Cumpan“mit warmen Klängen voller Harmonie und Gefühl begann, war es mucksmäuschenstill im Gotteshaus. Angefangen mit „Prendre un enfant“ , weiter mit der romantisch und sehnsuchtsvollen Winnetou-Melodie. Den Schluss bildete Franz Schubert´s „Heilig, Heilig“, ein inniges volksnahes Lied aus der deutschen Messe.

Eindrucksvoll zeigte auch der Riedener Chor Chorisma sein Können. Über 30 Sängerinnen und Sänger jeden Alters erreichten Herz und Seele der Zuhörer. Unter der Leitung von Connie Sauer und Karin Keller-Hettrich wurden die Stimmen zu innigen und gelebten Liedern. Das Repertoire reichte vom „Andachtsjodler“, gefolgt von „Zünd a Liacht für di an“ über „Alle Menschen dieser Welt“ bis hin zu „Lollipop“.

Das man in Chor- und Musikgruppen eine wundervolle Gemeinschaft erleben darf, das zeigten auch die Bandmitglieder der Band Stammheim, die in dieser Zusammensetzung das erste mal gespielt hatten. Mit sichtlich viel Spaß und Leidenschaft hatten die sechs Musiker das Lied „So wie du warst“ von Unheilig mitgebracht, sowie die Power-Ballade der 80er Jahre „Total eclipse of the heart“.

Das überaus gelungene Winterkonzert war damit fast am Ende angelangt und der Veranstalter war überglücklich, wieder so ein tolles Programm geboten zu haben. Die Darbieter wurden mit einem lang anhaltendem Applaus bedacht. Die erste Vorständin bedankte sich bei allen Mitwirkenden und über die wunderbare Stimmung des Abends! Insbesonders über die großzügigen Spenden, die zur Förderung der Vereinsarbeit verwendet werden.
Der letzte Höhepunkt war jetzt mit dem gemeinsamen Abschlusslied „Weilst a Herz hast, wia a Bergwerk“ angesagt. Denn das älteste und vielseitigste Instrument der Welt – DIE STIMME - saß massenweise im Gotteshaus. Liedtexte lagen aus und so wurde, zusammen mit der Band und den vielen Stimmen ein großes Orchester gebildet , was den krönenden Abschluss für das gelungene Konzert bildete.
Draußen wurde man dann bereits vom dampfenden Glühwein, herzhaften Bratwürsten und anderen Leckereien erwartet, was zum Verweilen und zu guten Gesprächen einlud.

[01.02.26 / Text: Karin Hahner; Fotos: Walter Wieland]

Beim ersten gemeinsamen Chorkonzert in der Stammheimer Pfarrkirche konnten sich die Zuhörer über einen grandiosen Auftritt freuen. [Foto: Michael Scheller]
Der Auftakt war ein Paukenschlag beim ersten Chorkonzert in der gut besetzten Stammheimer Kirche St. Bartholomäus.
45 Sängerinnen, Sänger und Musikanten präsentierten ein abwechslungsreiches, qualitativ hochwertiges Programm, das über eine Stunde lang die Zuhörer begeisterte. Diese brachten nach jedem Beitrag mit viel Applaus ihre Anerkennung zum Ausdruck.
Als Tausendsassa entpuppte sich Nico Heilmann, der Chorleiter der beiden Chöre von Stammheim und Michelau. Beim Bläserensemble entlockte er seiner Posaune gewaltige Töne. Gekonnt führte er durch das abendliche Programm, moderierte mit gewitzten Einlagen und sorgte dabei auch für Kurzweil. In vielen Einzel- und auch Gesamtproben prägte er aus den drei verschiedenen Gruppen einen hervorragenden Klangkörper. Akribisch, bis ins letzte Detail, verlangte er schon bei den wöchentlichen Proben vollen Einsatz aller Beteiligten.
Mit „Arktis Fanfare“ legten die Musiker vom Bläserensemble mit Pauken, Trompeten und Hörnern einen fulminanten Start hin. Aus der Kurzmesse „Missa Brevis“ von Jacob de Haan folgten das Kyrie und Gloria, gemeinsam von den beiden Chören. Mit dem Benedictus und dem Agnus Dei sorgten die stimmgewaltigen Chöre für ein Gänsehautfeeling.
International wurde es mit Stücken wie „Every breath you take“, „Open the eyes of my heart“ und „Glory to thee“. Auch das norwegische „Ned i vester soli glader“ war ein Ohrenschmaus. Nicht zuletzt ein modernes „Vater unser“ von Hanne Haller, für das sich die beiden Chöre im Kirchenschiff trennten und als Echo auftraten.
Seit vier Jahren musizieren zehn junge Musiker als Ensemble „Brasssäck“ gemeinsam.
Der Stammheimer Organist Dominik Moller brillierte am Klavier mit seinen Einsätzen und begleitete teilweise die Chöre.
Gesangvereinsvorstand Gerhard Scheller dankte den Mitwirkenden, Helfern und den Zuhörern, von denen viele auch schon bei den vorangegangenen Winterkonzerten regionale Musik- und Gesangsgruppen erleben konnten. Im Pfarrheim konnten sich dann noch die Akteure bei einer zünftigen Brotzeit mit guten Gesprächen über das gelungene Konzert freuen und darüber austauschen.
[Von Gerhard Scheller, 1. Vorstand Gesangverein Stammheim]


